Wegbeschreibung

Es ist ein Ort, an dem sich das Grün der Hügel am Azurblau des Meeres bricht, wo das Echo antiker Stimmen bis zu den intakten Lagunen und den unberührten Stränden an der Küste widerhallt. Cardedu, ein Ort, den wir immer geliebt und dem wir den Namen unseres Hotels gewidmet haben.

Cardedu, ein noch junges Dorf...

Dem Besucher, der sich zum ersten Mal in die Ortschaft Cardedu begibt, wird diese wahrscheinlich ganz anders als die typischen Dörfer Sardiniens vorkommen. Hier sind die Straßen breit, es gibt Gehwege, um den Fußgängerverkehr so bequem und sicher wie möglich zu gestalten, darüber hinaus sind Straßenschilder und Parkplätze ausreichend und überall im Ort vorhanden.
 Bei genauerem Hinsehen entpuppen sich alle Gebäude als Neubauten und es fällt auf, dass es kein historisches Zentrum gibt.Wie kommt es, dass Cardedu diese Stadtstruktur hat?
Die Antwort ist einfach. Die Ortschaft ist noch sehr jung, sie ist vor nur wenigen Jahrzehnten entstanden.
Die Geschichte ist die Folgende: im Jahre 1951 wurde der Ort Gairo, von dem Cardedu abstammt, von einem schrecklichen Erdrutsch verschüttet und das Tal, auf dem Gairo ruhte, wurde für instabil erklärt. Der Wiederaufbau an derselben Stelle war unmöglich, deshalb entschied man sich, den Ort an eine sicherere Stelle zu verlegen. Dies führte dazu, dass drei Zentren entstanden, zwei in den Bergen und eines auf dem Flachland, Cardedu eben. Die Taufe fand im Jahre 1965 mit der Geburt des Bauerndorfes statt, um das sich die Siedlung allmählich sternförmig von der Staatsstraße 125 bis zum Meer hin entwickelte.

... in einem uralten Land

Wenn auch der Ort selbst sehr neu ist, so hat das Land, das ihn umgibt, eine uralte Geschichte, dessen Zeitzeugen überall auf der Insel vorzufinden sind.
Die domus de janas von Monte Arista sind Felsengräber, die bis ein Jahrhundert vor Christus zurückgehen; sie sind leicht zu besuchen, indem man einem bequemen panoramareichen Pfad folgt. Nur unweit entfernt liegt der Pozzo sacro von Cuguddadas, der zusammen mit dem Nuraghe Is follas und den Felsgräbern einen einzigartigen und interessanten archäologischen Komplex bildet. Aufgrund der Fruchtbarkeit des Bodens im Flachland und den an Weideländern reichen Wäldern, vereint mit der strategischen Lage einiger Plätze, war die Nuraghenbevölkerung dazu gezwungen das gesamte Gebiet mittels zahlreicher Festungen zu beschützen.
Einem aufmerksamen Betrachter entgeht dabei nicht, dass es auf den erhabensten Anhöhen noch mal so viele Nuraghen gibt. Ab dem Bergpass, der mit der antica Saralapis (Sarrala) verbunden ist, folgt eine Reihe von Festungen, die im Nuraghe Didu ihren Gipfel erreicht und mit den Nuraghen Perd'e pera, Genna de Masoni, Sa perda de s'Obiga, Murcu, Cardedu, Trunconi und Musciu fortsetzt.  Entlang dem Tal befinden sich die Nuraghen Is follas, Sa brocca und Sa serra de sa comu. 
Natürlich fehlen selbst die Ansiedlungen aus römischer Herrschaft nicht. Man kann die Überreste von mindestens zwei bäuerlichen Niederlassungen in Sa perda de s’Obiga und in Perdu Pili entdecken. Aus mittelalterlicher Zeit stammt die chiesa detta del Buon Cammino, die Kirche des guten Weges. Sie weist nur ein Schiff, einen schlichten Marmoraltar und ursprünglich mit einfachen, jedoch lebhaften Fresken bemalte Wände auf. Hier wird im September ein interessantes Volksfest begangen.

Eingebettet in ein typisches Ökosystem des Landesinneren Sardiniens

Der Wald, der auf dem Gebirgsmassiv Monte ferru wächst, ist von großer Bedeutung was Botanik und Umwelt betrifft.  Seine außerordentliche Eigenheit besteht darin, dass er über das typische
Ökosystem der Wälder des sardischen Landesinneren verfügt, mit den Steineichen, den Erdbeerbäumen, den weißen und roten Heidekräutern sowie den jahrhundertealten Wacholderbäumen, welche sich mit den typischen Aromen der Küstenflora, in einem empfindlichen Gleichgewicht, vermischen. Dieses Gleichgewicht wird durch die aufmerksame Arbeit der Ente Regionale Foreste (die regionale Körperschaft der Förster) aufrecht erhalten.Dank der Bemühungen der Förster können heute wieder Mufflons, Wildschweine, Wildhasen, Adler und andere für die Fauna Sardiniens typische Tiere bewundert werden.

...eingerahmt von unberührten Stränden!Doch die Perle, die Cardedu mit Stolz vorzuweisen hat, ist dessen Küste; diese ist von großem naturalistischen Interesse, aufgrund ihrer kleinen Lagunen an der Flussmündung des Rio Pardu und des Su Trevessu mit den Kolonien von Reihern, Wasser-und Blässhühnern sowie aufgrund der unberührten Strände, die von Foddini bis Perd'e Pera in den Sommermonaten tausende von Badegäste anzieht, nicht zuletzt aufgrund der atemberaubenden Klippen aus rotem Porphyrgestein, die hier und dort von kleinen Strandbuchten unterbrochen sind, authentische Paradiese für alle, die die Ruhe und den direkten Kontakt zur Natur lieben. Die Liebhaber der guten Küche werden in Cardedu das Beste, das die sardische Gastronomie zu bieten hat, vorfinden, von den ausgezeichneten Weinen, die von den zwei lokalen Kellereien Loi und Perda Rubia hergestellt und vertrieben werden, bis hin zum Schafskäse der Käserei Boi und den vielen anderen Köstlichkeiten wie Culurgionis, Sebadas, frischer Fisch und Meeresfrüchte der Ogliastra.
In den Sommermonaten können begeisterte Kayak-Ausflügler die Zusammenarbeit mit dem Verein Kardedu Kayak nutzen. Wer jedoch lieber eine Trekking-Tour unternehmen oder sich auf eine abenteuerliche Wanderung im Landesinneren und den Besuch der archäologischen Stätten einlassen will, der kann auf die Zusammenarbeit eines eigens dafür gegründeten Vereins zählen.
Detaillierte Informationen zu den kulturellen, gastronomischen und folkloristischen Aktivitäten werden während der Sommermonate vom Informationsbüro des Pro Loco (dem städtischen Kulturverein) bereitgestellt. 

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